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Junge Union kritisiert Schavan-Konzept zu Oberschule
29.06.2011 - Kreis
Junge Union kritisiert Schavan-Konzept zu Oberschule
Die Junge Union Gießen (JU) spricht sich deutlich gegen den Vorschlag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan aus, die eine Zusammenlegung der Haupt- und Realschulen zu sogenannten Oberschulen gefordert hatte. Insbesondere warnt die JU davor, mit neuen Schulstrukturreformen Unruhe in das deutsche Bildungssystem zu bringen und die Schulvielfalt zu gefährden.

Hierzu erklärt der Kreisvorsitzende der JU Gießen, Christopher Lipp: „Mit dem Vorschlag von Frau Schavan, bundesweit ein zweigliederiges Schulsystem zu etablieren, würde die CDU einen großen Schritt in eine falsche Richtung gehen. Das Bekenntnis zu einem mehrgliedrigen Schulsystem und die Erhaltung eigenständiger Schulprofile von Haupt- und Realschule müssen weiterhin Markenkern der Bildungspolitik der CDU sein. Auch wenn manche Bundesländer bereits heute nur noch ein zweigliedriges Schulsystem haben, muss diese Schulstruktur noch lange nicht allen Ländern aufgedrückt werden. Erfolgreiche Modelle, wie die verstärkte Praxisorientierung an den Hauptschulen in Hessen, dürfen durch solche Pläne nicht gefährdet werden. Wir erwarten als Junge Union ein klares Bekenntnis der Bundes-CDU zu der Schulvielfalt und insbesondere auch zu den Haupt- und Realschulen als eigenständige Schulformen. Die innerparteiliche Diskussion bis zum Bundesparteitag im November müssen wir nutzen, um das bildungspolitische Profil der CDU zu schärfen“.

Nach Ansicht der Jungen Union ist in den Haupt- und Realschulen weiterhin auf eine starke Praxisorientierung zu setzen und Modelle, wie die SchuB-Klassen in Hessen, die Schülern das Erlernen beruflicher Praxis neben der Schulausbildung ermöglichen, unbedingt weiterzuführen.
Eine kooperative Verbindung von Haupt- und Realschulen, also zwei verschiedene Schulformen unter einem Dach, ist aus Sicht der Jungen Union eine geeignete Möglichkeit, um insbesondere im ländlichen Raum Schulschließungen zu verhindern. Die eigenständigen Schulprofile sollen dabei jedoch nicht berührt werden.
 
 
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