Am vergangenen Samstag reisten Mitglieder der Jungen Union Gießen in zwei Kleinbussen ins Ahrtal, um tatkräftige Unterstützung bei den Wiederaufbauarbeiten nach dem schrecklichen Hochwasser leisten zu können. Vorher stimmte sich die Jugendorganisation mit Helfern vor Ort ab, um nicht unkoordiniert in die Region zu reisen und möglicherweise andere Helfer zu behindern. So startete die Gruppe an einem vorher festgelegten Einsatzort.

Vor Ort stellten die jungen Menschen eine verheerende Lage mit unvorstellbaren Ausmaßen fest. Auch der JU-Kreisvorsitzende Florian Vornlocher, der selbst schon viele Jahre als Feuerwehrmann aktiv ist, konnte seine Eindrücke nur schwer in Worte fassen: "Erst bei Ankunft im Hochwassergebiet wurde uns die Zerstörungsgewalt des Wassers richtig bewusst, der die Menschen im Ahrtal ausgesetzt waren. Uns begegneten vollkommen zerstörte Dörfer, nicht bewohnbare Häuser und vor allem großes Leid bei den Einheimischen."

Beeindruckt zeigten sich die jungen Menschen von der riesigen Solidarität in den betroffenen Gebieten. So arbeiteten sie mit Helferinnen und Helfern aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands Hand in Hand und wurden von Nachbarn mit Kaffee und Kuchen versorgt. Gleichzeitig stellten Hubschrauber aus der Luft die Grundversorgung der Bevölkerung sicher.
Nachdem die Gruppe an ihrem Startpunkt das Haus von Schlamm und Unrat befreit, sowie die Böden in Keller- und Erdgeschoss entfernt hatte, konnten sie nach Absprache mit örtlichen Einsatzkräften noch beim Ausräumen eines Kindergartens helfen.

Für Vorlocher stellte die Hilfsaktion eine Selbstverständlichkeit dar: "Vor allem in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die Gesellschaft zusammensteht und Solidarität zeigt. Daher freue ich mich besonders über die große Einsatzbereitschaft derer, die bei der kurzfristigen Hilfsaktion sofort zugesagt haben."
Ausdrücklich bedanken möchte sich der Kreisvorsitzende auch bei der Ludwig Frey GmbH aus Lollar, die die Helferinnen und Helfer mit reichlich Arbeitsausrüstung versorgte, sowie den Verantwortlichen des Autohauses Michel aus Gießen, die einen kostenlosen Bus zur Verfügung stellten.
Wenige Tage zuvor startete die Junge Union Deutschlands zusätzlich die Aktion "Hochwasserhelfer". Interessierte können sich hierbei registrieren und erhalten anschließend Anfragen aus Einsatzorten zugesendet, in denen besonders viel Unterstützung benötigt wird.

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